Als Doris Bartosch im Jahre 1956 ihre Ballettschule in Rosenheim eröffnete, konnte niemand ahnen, dass dies der Beginn einer über fünfzigjährigen Erfolgsgeschichte werden sollte.
Doris Bartosch hatte trotz ihrer Ausbildung zur Buchhalterin nach Abschluss der Rosenheimer Mädchenrealschule ihr wirkliches Lebensziel nie aus den Augen verloren. An der Staatsoper in München fand sie in Victor Gsovsky einen ersten bedeutenden Lehrer, prägend jedoch wurden die Jahre in der Münchner Ballettschule von Anna und Otto Ornelli.
Im März 1955 legte Doris Bartosch die Staatsprüfung im klassischen Theater- und Bühnentanz ab. Doch ein schwerer Treppensturz unterbrach die verheißungsvolle Karriere. Die junge Tänzerin entschied sich für die Gründung einer eigenen Ballettschule. Bereits im Januar 1957 fand im großen Hofbräusaal der erste von alljährlichen Ballettabenden statt, welche von den Rosenheimern begeistert aufgenommen wurden. Tatkräftig unterstützt bei ihren vielfältigen Aufgaben als Lehrerin, Tänzerin und Choreographin wurde Doris Bartosch von einem jungen Mann, der sich gleich nach Eröffnung der Schule als neuer Schüler angemeldet hatte und bald eine zentrale Rolle in ihrem Leben spielen sollte: Konrad Linke.
Nach seiner Ausbildung zum Balletttänzer trat der gebürtige Brandenburger 1960 als Lehrer in die Ballettschule ein und setzte schon bald neue Akzente mit seinem Faible für den Jazztanz.
Nach mehreren Ballettabenden in der Luitpoldhalle in den siebziger Jahren konnten im Oktober 1978 die neuen Räume im Gilitzerblock bezogen werden. Mit Eröffnung des KUKO finden immer wieder glanzvolle Ballettaufführungen in diesen Räumen statt. Seit Juli 2005 befindet sich die Ballettschule in den architektonisch klar gestalteten Räumen im „Künstlerhof“ am grünen Markt.
Seit August 1993 leitet ihr gemeinsamer Sohn Roman Linke, geboren 1967, erfolgreich die Ballettschule. Bis heute sind berühmte Persönlichkeiten aus der Rosenheimer Ballettschule hervorgegangen.
So Peter Jolesch, der nach seiner internationalen Tanzkarriere seit 2005 Direktionsassistent beim Bayerischen Staatsballett in München ist. Oder Andreas Schwankl, der als Schauspieler und Tänzer heute in Berlin lebt und letztes Jahr in der Tanzoper „Hautkopf“ die Hauptrolle hatte. Geno Lechner wirkt als Schauspielerin in internationalen Filmproduktionen mit. Als jüngster Star schaffte die zwölfjährige Valeria Dannhauser die Aufnahme in die Palucca-Schule in Dresden.
Emeran Heringer arbeitet als Artist und Clown und tourt zur Zeit mit der Head-Feed-Hands-Company durch Deutschland mit dem Stück "Fischen ohne Helm".

